Mo - Fr 8:00 bis 17:00 Uhr 82327 Tutzing Bahnhofstr. 17 Tel +49 8158 907 36 37 Mobil +49 178 1867284
Auch mal Freiraum lassen.

Auch mal Freiraum lassen.

Nanny Akademie

Weiterbildung für Familienpersonal
Seminare, Supervision und Coaching.

Seit Jahren nimmt der Anteil der Kinder, denen Ärzte ein Aufmerksamkeitsdefizit oder einen zu starken Bewegungsdrang attestieren kontinuierlich zu.  Laut einer im Sommer 2016 veröffentlichten Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) wurde 2006 noch bei 2,5 Prozent der 3- bis 17-Jährigen eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert, 2014 bereits bei 4,4 Prozent.
Interessanterweise ist die Wahrscheinlichkeit einer ADHS-Diagnose auch abhängig vom Einschulungsalter. Internationale Studien zeigen, dass die jüngsten Kinder eines Jahrganges häufiger die Diagnose ADHS bekommen als die ältesten. Laut Experten könnte eine Ursache dafür sein, dass das Verhalten jüngerer Kinder in einer Klasse mit dem der Älteren verglichen wird. Höhere Impulsivität der Jüngeren und geringere Aufmerksamkeit würden dann möglicherweise als ADHS interpretiert.
Leichte Ablenkbarkeit, ausgeprägter Bewegungsdrang und wenig Ausdauer sind typische Kennzeichen für Kinder mit ADHS. Auch unüberlegtes, impulsives Verhalten und emotionale Instabilität gehören dazu.
Aber sind das wirklich immer Zeichen einer Störung oder ist das nicht gerade typisch kindliches (unreifes) Verhalten?
Und ist dieses Verhalten wirklich ein so neues Phänomen?

 

 

Bereits 1844 verfasste der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann den „Struwwelpeter“, ein noch heute weltberühmtes Kinderbuch, dessen Helden „Hanns Guck-In-Die-Luft“, „Suppenkasper“ und „Zappelphilipp“, heißen. Namen, die inzwischen stellvertretend für Verhaltensweisen von Kinder stehen, die in diesem Jahrhundert zunehmend als krankhafte Verhaltensstörungen gesehen werden. Störungen, die sich nicht auswachsen, bzw. erzieherisch beeinflusst werden können, sondern die medikamentös und therapeutisch behandelt werden müssen.
Kinder des 21.Jahrhunderts stehen außerdem ständig unter Beobachtung.
Laut Paragraph 1626 des Bürgerlichen Gesetzbuches sollen „Eltern bei der Pflege und Erziehung die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem verantwortungsbewusstem Handeln“ berücksichtigen. Das bedeutet, dass sicher Schulkinder auch mal unbeaufsichtigt draußen spielen sollten oder mal alleine zuhause bleiben, während die Eltern zum Einkaufen gehen. Bei Kindern, die von Nannys betreut werden, ergibt sich diese Situation selten. Das bedeutet, dass jedes Verhalten der Kinder ständig zur Kenntnis genommen und beurteilt wird. Diese Beurteilung wird den Kindern gegenüber oft auch ausgesprochen. Ein Gefühl von Freiheit, dass ihnen helfen kann sich in „unfreien“ Situationen wie Schulunterricht oder gemeinsamem Essen mit Erwachsenen adäquat zu benehmen, wird so gut wie nie erlebt.

Eine Studie des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg befragte 4385 Schüler ab der 1. Klasse aus Deutschland, Luxemburg und Österreich.  Die Auswertung der Studie ergab, dass Kinder und Jugendliche an Werktagen rund 10,5 Stunden und an Wochenenden 7,5 Stunden sitzend zubringen. Im Durchschnitt bedeutet das 9,7 Stunden ohne körperliche Aktivität. Mehr als 70% ihrer wachen Zeit verbringen die befragten Kinder also im Sitzen.
Das könnte sicher eine Erklärung für „ausgeprägten Bewegungsdrang“ während des Schulunterrichts sein.
Was können wir als Nannys tun?
In Absprache mit den Eltern kann man versuchen den Kindern mehr Freiräume und mehr Bewegung zu verschaffen. Sie mal mit dem Rad oder laufend zur Schule oder in den Kindergarten zu bringen, statt mit dem Auto, kann ein kleiner Anfang sein. Viele Eltern haben natürlich gerade weil sie sich ständige Beaufsichtigung ihrer Kinder wünschen eine Nanny engagiert. Vielleicht kann man diese Eltern anregen, innerhalb des eigenen Hauses oder Gartens sichere Spielbereiche zu schaffen, in denen die Kinder wenigstens einige Zeit lang unbeobachtet und unkommentiert spielen können. Ein kleiner Schritt, der aber viel bewirken kann auf dem Weg zu mehr Ausgeglichenheit und damit besserer Anpassungsfähigkeit im Schulalltag.

 Die Nanny Akademie: Seminarübersicht alle Termine

Titel Beginn Ende Ort Preis
Einführung in die Babymassage - Abendseminar mit Wiebke Mechau 25. Jun 2020 25. Jun 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 90,00 EUR pro Platz
BABY LOVE - Das Maternity Nanny Seminar (3-Tages-Seminar) 26. Jun 2020 28. Jun 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 425,00 EUR pro Platz
SWITCH NOW! Wechsle den Job. Werde Nanny. Weil Du es verdient hast. 1. Jul 2020 1. Jul 2020 kostenloses Online Webinar Kostenfrei
DO THE RIGHT THING – Sicherheitslücken schließen 19. Sep 2020 20. Sep 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 350,00 EUR pro Platz
SAFETY FIRST – Vertiefungsseminar für High Profile Nannies 14. Nov 2020 15. Nov 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 350,00 EUR pro Platz
Mo - Fr 8:00 bis 17:00 Uhr 82327 Tutzing Bahnhofstr. 17 Tel +49 8158 907 36 37 Mobil +49 178 1867284