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Wenn die Zeit nicht drängt, läuft vieles von allein.

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Nanny Akademie

Weiterbildung für Familienpersonal
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Sauberkeitserziehung ist ein wichtiges Thema in vielen Familien und schon das Wort Erziehung zeigt, dass "sauber" werden anscheinend nicht von selber geht, sondern Eltern und Erzieher nachhelfen müssen. Aber ist das wirklich so?
So wie uns niemand helfen kann, einzuschlafen, sondern dieser Vorgang etwas ist, was wir tatsächlich nur selber machen können, kann auch niemand wirklich unsere Blase oder unseren Darm kontrollieren. Was wir können, sind Umstände zu schaffen, die den Prozess des Sauberwerdens erleichtern (so wie wir auch Umstände schaffen können, in denen das Einschlafen besser gelingt).
Kinder brauchen kein "potty training" sondern Erwachsene, die gut auf die Signale achten, die Kinder selbst geben, wenn sie körperlich und seelisch bereit sind, das Töpfchen oder die Toilette zu benutzen. Wann diese Signale kommen, ist von Kind zu Kind verschieden und auch von verschiedenen Faktoren abhängig.

 

Eine wichtige Rolle spielt die physische Reife. Erst im Alter zwischen zwei und drei Jahren sind Kinder in der Lage , ihre Blase und ihren Darm zu kontrollieren. Wann genau das passiert, können wir von außen nicht beurteilen, aber auch nicht beschleunigen. Auch kognitiv muss eine bestimmte Reife erreicht sein, damit Kinder begreifen, dass sie nun ein Töpfchen benutzen müssen, statt einfach bequem während des Spielens in die Windel zu machen. Emotional/psychologisch ist auch wichtig, dass Kinder in der Lage sind „loslassen“ zu können und gerade beim „großen Geschäft“ gibt es Phasen, in denen es Kindern schwer fällt, etwas, was sie mit ihrem eigenem Körper hervorgebracht haben, einfach weg zu spülen.
Wer die Geduld hat, warten zu können, bis diese Phase vorbei ist und die nötige Reife erreicht, für den kann Sauberkeitserziehung ohne Tränen, Geschrei und Dramen quasi nebenbei geschehen. Wenn man das Kind aufmerksam beobachtet, fällt einem schnell auf, dass es plötzlich Momente gibt, in denen es sich zurückziehen möchte und danach mit einer vollen Windel zurückkehrt. Wenn solche Momente häufiger vorkommen, ist ein guter Zeitpunkt, um ein Töpfchen bereit zu stellen und an zu bieten.
Vielen Kindern ist es ab einem bestimmten Alter auch selbst unangenehm, mit einer vollen Windel herumzulaufen und sie möchten schnell eine saubere haben. Hier können Windelhöschen, die die Kinder selbst herunterziehen können, helfen, den Weg zum Sauberwerden zu erleichtern. Hilfreich in dieser Phase kann auch sein, um die Kleinen zu fragen, ob sie eine Unterhose oder eine Windel anziehen möchten. (Im Winter zugegebenermaßen etwas heikler, aber auch da kann man das zumindest zuhause mal ausprobieren.)
Statt Machtkämpfe um regelmäßige Töpfchenzeiten zu führen, ist es sinnvoller, Kinder schon von klein auf aktiv in die körperliche Hygiene mit einzubeziehen, indem man ihnen schon im Babyalter zum Beispiel beim Windelwechseln oder Baden immer genau erzählt, was jetzt mit ihnen geschieht und warum.( „Ich mache jetzt deinen Popo sauber. Kannst du mir helfen und deine Beine hochheben?“)
Kleinkinder, die beobachten, wie andere Familienmitglieder unbefangen und natürlich die Toilette benutzen, werden auch selbst neugierig, das auszuprobieren. Es gibt auch viele Bilderbücher zu diesem Thema, die ebenfalls motivieren. („Das große Töpfchen-Konzert“ Guido van Genechten, „Welcher Po passt auf dieses Klo“ Nele Moost und Michael Schober)
Zwang und Druck haben gerade im Trotzalter, das ja ungefähr zur gleichen Zeit stattfindet wie das Sauberwerden, eher kontraproduktive Wirkung. Und die meisten von uns wissen ja aus eigener Erfahrung, dass sich Stress sehr negativ auf das Thema Verdauung auswirken kann.
Geduldiges Beobachten und Eingehen auf die Anzeichen, die zeigen, dass Kinder nun bereit sind für ein Leben ohne Windeln sind viel effektiver und helfen Komplikationen wie Verstopfung oder Bettnässen vorzubeugen.

 Die Nanny Akademie: Seminarübersicht alle Termine

Titel Beginn Ende Ort Preis
Einführung in die Babymassage - Abendseminar mit Wiebke Mechau 25. Jun 2020 25. Jun 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 90,00 EUR pro Platz
BABY LOVE - Das Maternity Nanny Seminar (3-Tages-Seminar) 26. Jun 2020 28. Jun 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 425,00 EUR pro Platz
SWITCH NOW! Wechsle den Job. Werde Nanny. Weil Du es verdient hast. 1. Jul 2020 1. Jul 2020 kostenloses Online Webinar Kostenfrei
DO THE RIGHT THING – Sicherheitslücken schließen 19. Sep 2020 20. Sep 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 350,00 EUR pro Platz
SAFETY FIRST – Vertiefungsseminar für High Profile Nannies 14. Nov 2020 15. Nov 2020 Bildungszentrum Tutzing am Starnberger See 350,00 EUR pro Platz
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